Schritt für Schritt

Hardware: der Thin Client

Kapitel 01 von 162 Min. Lesezeitaktualisiert 17.10.2026

Die ganze Infrastruktur läuft auf einem einzigen, kleinen Gerät. Ein gebrauchter Thin Client ist dafür die günstigste und sparsamste Lösung, die ich gefunden habe.

Was ist ein Thin Client?

Thin Clients sind kleine Rechner, die Firmen zu Hunderten als Arbeitsplatzgeräte einsetzen. Nach ein paar Jahren werden sie ausgemustert und landen günstig auf dem Gebrauchtmarkt. Technisch sind es vollwertige x86-PCs: sparsame Prozessoren, oft lüfterlos, mit Steckplätzen für RAM und SSD. Genau das, was man für einen kleinen Server braucht.

Worauf man beim Kauf achten sollte

BauteilEmpfehlungWarum
Prozessorx86-64, 4 KerneProxmox braucht x86 und Virtualisierung (VT-x/AMD-V)
Arbeitsspeichermind. 16 GB, besser 32 GBJede Anwendung braucht eigenen RAM, Paperless und ResourceSpace etwas mehr
System-SSDmind. 256 GB, besser 512 GB NVMe/SATAProxmox, VMs und Datenbanken
Datenspeicherzweite SSD oder USB-PlatteFotos, Scans und Backups wachsen schnell
NetzwerkGigabit-LANImmer per Kabel, nie per WLAN

Bewährt haben sich Modelle wie die Dell Wyse 5070 oder Geräte der OptiPlex-Micro-Reihe. Vor dem Kauf im Datenblatt prüfen, wie viel RAM maximal unterstützt wird und ob ein M.2- oder SATA-Steckplatz frei ist.

Vorbereitung

  1. RAM und SSD einbauen.
  2. Ins BIOS gehen (bei Dell meist mit F2 beim Start) und auf Werkseinstellungen zurücksetzen.
  3. Virtualisierung aktivieren (Virtualization, VT-x bzw. AMD-V).
  4. Boot-Modus auf UEFI stellen, Secure Boot kann für die Installation aus bleiben.
  5. Falls vorhanden: „Nach Stromausfall einschalten“ (AC Recovery / Power On) aktivieren, damit der Server nach einem Stromausfall von selbst wieder startet.

Wo der Server stehen sollte

Trocken, nicht zu warm, mit Kabelverbindung zum Router. Ein Platz im Regal neben dem Router reicht völlig. Wer kann, hängt ihn an eine kleine USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung), damit kurze Stromausfälle keine Datenbank beschädigen.

Grenzen: Ein Thin Client ist kein Rechenzentrum. Für Videobearbeitung oder Hunderte gleichzeitige Nutzer ist er nichts. Für die typischen Aufgaben eines Vereins reicht er aber locker. Wenn es eng wird, zieht man die VMs per Proxmox-Backup einfach auf stärkere Hardware um.

Weiter: Proxmox VE installieren →

Moin!

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